Letzten Samstag begrüßten die Igels den FC Rennsteig Avalanche zum Heimspiel in der 2. Foorball Bundesliga. Die Dresdner erwarteten ein spannendes und enges Spiel, Trainer Jens Schütze konnte dabei auf einen breiten Kader zurückgreifen.

Die Elbestädter starteten schnell ins Spiel, bereits in der zweiten Minute konnte Robert Rüdrich die Führung für die Dresdner erzielen, nachdem er einen einfachen Doppelpass mit Markus Schäfer spielte. Die Gäste erwischten jedoch einen guten Start und glichen binnen einer Minute durch einen präzisen Schuss ins Kreuzeck aus. Die Igels versuchten durch viel Ballbesitz Kontrolle über das Spiel zu gewinnen, leisteten sich aber immer wieder Fehler im Aufbauspiel. Dies nutzten die Rennsteiger, um mehrere schnelle Konter zu fahren. 30 Sekunden vor Schluss des ersten Drittels waren die Igels augenscheinlich mit einem Bein schon in der Pause, was die Thüringer gnadenlos ausnutzten um ihren zweiten Treffer per Bogenlauf im Netz unterzubringen.

Direkt zu Beginn des zweiten Abschnitts eine weitere kalte Dusche. Kapitän Theo Genesener, anscheinend noch im Pausenmodus, legte dem Rennsteiger Angreifer mustergültig auf. 1:3 nach 20 Sekunden. Nun entgültig wach, legten die Elbestädter los wie die Feuerwehr. In Minute drei verkürzt erst Maarten Mittmann auf 2:3. Anschließend war es Bruno Haltenorth, auf Vorlage von Til Robert Franke, der den Ausgleich in Minute vier perfekt machte. Die Igels drängten nach diesem Ausgleich weiter auf die erneute Führung. Markus Schäfer, der neben dem gegnerischen Tor von Maarten Mittman angeschossen wurde, schaltete blitzschnell und konnte die erneute Führung für die Igels erzielen. Die Hausherren wollten nun die Führung weiter ausbauen und Rennsteig keine Chance zum erneuten Ausgleich liefern. Die Igels verbuchten weitere gute Abschlüsse in diesem Drittel, konnten aber kein Tor mehr erzielen, selbst eine Überzahl brachte nichts ein. Die Abwehrleistung stimmte dafür. Rennsteig konnte, bis auf wenige Abschlüsse, nicht gefährlich vor das Tor der Dresdner kommen und wenn doch, vereitelte Georg Jahn diese sehenswert.

Das letzte Drittel stand nun im Zeichen des Torpfostens. Zunächst konnten die Igels ihre Führung in der dritten Minute dank einer Überzahl durch Routinier Daniel Hulic ausbauen. Die Thüringer verstärkten daraufhin den Druck auf die Igels. In Minute sechs dann der Schock. Ein Rennsteiger kann von zentraler Position abschließen, der Ball geht an den Innenpfosten, berührt das Netz und fliegt wieder raus. Die Thüringer jubeln, doch die Schiedsrichter entscheiden auf kein Tor – Glück für die Igels. In der achten Minute kombinierten sich die Igels sehr gut aus dem Druck der Gäste heraus und vor dem gegnerischen Tor war es Phillip Göbel, der auf Kay-Erik Kunath querlegt, welcher das sechste Tor für die Dresdner erzielte. Zehn Minuten vor Ende verkürzten die Rennsteiger auf 6-4. Die Igels reagieren und stellten auf zwei Reihen, um die Führung über die Zeit zu bringen. Kurz darauf der nächste Schock für die Igels, wieder ein Thüringer der aus guter Position abschließen kann, diesmal geht der Ball erst an den einen Pfosten, dann an die Latte, danach an den anderen Pfosten, den Rücken des Torhüters und wieder heraus. Wieder einmal massig Glück für die kurzzeitig desorientierten Igels. Aber auch die Elbstädter hatten so ihre Probleme mit dem Aluminium, Phillip Göbel und Bruno Haltenorth setzten den Ball ebenfalls in einem Konter an den Pfosten und vergaben so die Vorentscheidung. Die Igels konnten das Ergebnis, auch dank mehrerer Überzahlsituationen, dennoch über die Zeit bringen und fahren somit ihren vierten Sieg im vierten Spiel ein.

Fazit:

Die Igels zeigen Moral und können einen 2-Tore-Rückstand drehen. Dies gelingt dank einer starken dritten Reihe, die an 3 der 6 Dresdner Tore beteiligt ist. Folgerichtig wird mit Neuzugang Maarten Mittman ein Spieler aus dieser Reihe Best Player. Trainer Schütze dürfte dennoch nicht vollends zufrieden sein, da die Igels erneut nicht über 60 Minuten Topleistung zeigen konnten und viele kleine Fehler im eigenen Spiel hatten. Daran gilt es bis zum nächsten Pokalkracher gegen den UHC Weißenfels, insbesondere aber bis zum Spiel gegen Ligakonkurrent SC DHfK Leipzig zu arbeiten.

Unihockey Igels Dresden gg. FC Rennsteig Avalanche – 6:4 (1:2; 3:1; 2:1)