Erst einmal herzlich Willkommen zur Saison 2018/19 in der 2. FBL Süd/Ost. Dies galt auch für unseren ersten Pflichtspielgegner in dieser Saison, dem SCS Berlin welcher vergangene Saison den Aufstieg von der Regionalliga in die 2. FBL Süd/Ost gemeistert hat.

Igels-Trainer Jens Schütze fokussierte vor dem Spiel das weiter verjüngte Team auf die eigenen Stärken und die in der Saisonvorbereitung erarbeitete Taktik.

Zu Spielbeginn agierten die Igels gegen den neuen Gegner sehr nervös und versuchten ihr System zu finden. Es waren jedoch die Gäste die den ersten Treffer nach nur 36 Sekunden für sich verbuchen durften. Trotz Block durch Verteidiger Philip Schramm hoppelte der Ball unglücklich ins Dresdner Tor. Die Igels versuchten weiter sauber zu spielen und mit schnellen Pässen zu sicheren Torchancen zu kommen. Leider waren es wieder die frech und locker aufspielenden Berliner die nach einem verdeckten Schuss durch Matthias Berger das 0:2 in der siebten Spielminute erzielten. Kurz darauf dann die erste Strafe für den SCS Berlin. Christian Moos durfte für zwei Minuten wegen Stockschlag auf der Strafbank Platz nehmen. Auch die erste Überzahl der Saison begann wie das Spiel bisher, man war nervös und erarbeitete sich zu wenige zwingende Torchancen. Diese zwei Überzahlminuten blieben leider torlos. Allerdings folge in der elften Spielminute eine weitere Strafe für Berlin wegen Anheben des Stocks. Diesmal war es Nick Hennig der den vorgewärmten Platz für zwei Minuten sein Eigen nennen durfte. In der folgenden Überzahl war es nun Iven Teßmann der den Lochball mit einem sehenswerten Direktschuss nach Vorlage von Philip Schramm im gegnerischen Tor unterbringen konnte und die Hausherren endlich jubeln ließ. Das Restliche Drittel verwandelte sich zu einem regen Schlagabtausch, die Igels versuchten mit vielen Pässen nach vorn zu kommen, Berlin suchte oft den hohen langen Ball. Leider waren es wieder die Gäste die in Minute 16:03 durch Sergej Wottschel mit 1:3 die Führung ausbauten. In Minute 19:10 gab es erneut eine Überzahl für die Igels, Matthias Berger war wohl etwas zu laut beim Reklamieren. Mit dieser Überzahl und ohne weiteres Tor endete das erste Drittel.

Das zweite Drittel startete also mit einer Überzahl für die Hausherren, noch 1:10 um den Ball unter vorteilhaften Voraussetzungen im Tor unterzubringen. Man erarbeitete sich Abschlüsse welche aber leider nicht den erhofften Erfolg brachten. Dieses Drittel bot den anwesenden Zuschauern nun eine sichere Defensive und zunehmend mehr Ballbesitz, lediglich Tore waren auf beiden Seiten rar. Erst in Minute 12:20 gelang „Wiederigel“ Theo Genesener am langen Pfosten nach Pass von Sven Wendorff der ersehnte Treffer zum 2:3. Die Igels, nun deutlich gewillt den Ausgleich zu erzwingen standen sehr offensiv und agierten aggressiv in der Defence. Folglich durfte nun auch ein Dresdner, Captain Marcel Schulze wegen Stockschlag auf der weichen Strafbank Platz nehmen. Ab 15:42 im zweiten Drittel durften die Hausherren nun also für zwei Minuten ihre Künste im Unterzahlspiel unter Beweis stellen. Diese Aufgabe meisterten die Igels wie erhofft und so ging es ohne weitere Tore und Strafen in die nächste Drittelpause.

In der Drittelpause wurde dann noch mal klargestellt was in diesem Spiel erreicht werden soll und wie man dies erreichen will. Es entwickelte sich ein zunehmend schnelleres Spiel und die Hausherren drückten auf das Berliner Tor, daraus entwickelte sich nun auch endlich der Ausgleich zum 3:3. Bei Minute 4:06 netzte erneut Iven Teßmann nach Vorlage von Sven Wendorff  ein. Diesen Aufwind wollte man nutzen und so die ersten drei Punkte für sich sichern. Es war wieder der Berliner Matthias Berger der an diesem Tag etwas dagegen hatte und bei 6:47 nach einer unglücklichen Abwehraktion das 3:4 erzielte. Fortan glänzten die Gäste die zunehmend unter Bedrängnis kamen aber nur noch mit Zeitstrafen. 6:51 nahm Alexander Jahn wegen Stockschlags auf der so beliebten Strafbank Platz und machte 8:51 Platz für seinen Teamkollegen Sergej Wottschel. Vier Minuten Überzahl am Stück in denen die Igels doch irgendwie den Ausgleich erzielen müssen. Fehlanzeige, zu viele Einzelaktionen und zu wenige Pässe machten diesen Plan zu nichte. Es folgten viele Abschlussversuche, teils auch unglückliche Misserfolge im Abschluss. Der Lochball wollte einfach nicht ins Berliner Tor. Auch die Gäste versuchten jetzt sehr früh zu stören und mit Manndeckung die Pässe der Hausherren zu unterbinden. Erst 14:46 gelang Iven Teßmann, dem das Best-Player-Paket damit nicht mehr zu nehmen war, der Ausgleich zum 4:4 durch einen Schuss aus dem Nichts ins linke untere Eck. Beide Teams versuchten noch bis zum regulären Spielende das entscheidende Tor zu machen und die drei Punkte für sich zu sichern, wobei der SCS Berlin sich nun doch eher auf die Defence fokussierte und immer wieder Konter mit langen weiten Bällen suchte. Es gelang allerdings keinem der beiden Teams drei Punkte für sich zu sichern bevor die Referees die reguläre Spielzeit abpfiffen.

Wie letztes Jahr im Auftaktspiel gegen Döbeln ging es also auch dieses Jahr in die Overtime. Dieses Jahr galt es die Aufgabe besser zu bewältigen um zumindest zwei Punkte zu Hause zu lassen. Dresden stand weiter aggressiv und sehr offensiv und versuchte Berlin damit zu Fehlern zu zwingen. Diesmal ging der Plan auf. Die Igels pressten und holten sich den Lochball, so dass Marcel Schulze den eroberten Ball nur noch zu Tobias Krzenciessa in den Slot passen musste welcher den Ball frei vorm Tor stehend einnetzen konnte und die Hausherren in Minute 6:39 der Overtime erlöste.

Das Team der Igels bedangt sich bei allen Zuschauern für eine schöne Stimmung und bei Berlin für das spannende Spiel, das bei den Gastgebern so manche Schwäche offenbart hat. Diese gilt es abzustellen, um im kommenden Auswärtsspiel am Samstag in München drei Punkte sichern zu können.

Unihockey Igels Dresden – SCS Berlin 5:4 n.V. (1:3, 1:0, 2:1, 1:0)

Bilder vom im Video auf flickr.