Dresden zwingt Döbeln ins Entscheidungsspiel
Nach der Niederlage am Samstag, konnten die Igels gestern im zweiten Play-Off-Finale einen souveränen Heimsieg gegen den UHC Döbeln einfahren.
Mit einem klaren Ergebnis von 14:7 schickten die Dresdner ihre Gäste wieder nach Hause und sorgten damit für ein entscheidendes drittes Spiel im Kampf um die Zweitligameisterschaft, welches am Sonntag um 16:00 Uhr in der Stadtsporthalle Döbeln stattfinden wird.
Am Samstag war den Igels klar, dass sie gegen den UHC in Döbeln kein leichtes Spiel haben würden. Dennoch gelang ein Start nach Plan. So war es den Gästen möglich sich innerhalb der ersten zehn Minuten einen Zwei-Tore-Vorsprung durch Treffer von Koník und Kaden zu erarbeiten. Erst jetzt kamen auch die Hausherren ins Spiel und nutzten die Unkonzentriertheit in der Dresdner Defensive zum Ausgleich.
Auch der zweite Spielabschnitt verlief relativ ausgeglichen. In einem offenen Schlagabtausch gelang es dem UHC immer wieder die Führung der Dresdner auszugleichen. Einem Doppelschlag von Gruhne egalisierte Haase, der die Defensive der Dresdner oftmals alt aussehen ließ, seinerseits mit zwei Treffern. Er war es auch, der nach Toren von Matouš und Kaden den 5:6-Pausenstand herstellte.
Die körperliche Härte im Spiel nahm im letzten Drittel auf beiden Seiten weiter zu. Nachdem Schuschwary für die Igels traf, fand die Begegnung in der 48. Minute ihren negativen Höhepunkt. Wendorff ging nach einem Ellenbogen-Check zu Boden und musste infolge dessen ins Krankenhaus eingeliefert werden. Das Spiel war für mehrere Minuten unterbrochen und in der Aufregung darüber, dass dieses Foul nicht mit einer Zeitstrafe geahndet wurde, erhielt Tuček für eine angebliche Tätlichkeit die Matchstrafe 3, welche den Dresdnern fünf Minuten Unterzahlspiel einbrockte. Das nutzte Döbeln eiskalt aus und konnte mit vier erzielten Toren das Spiel in dieser Phase drehen. Selbst als die Igels danach wieder komplett waren, konnten sie den Aufwind des UHC nicht abflauen lassen. Folglich kam es fünf Minuten vor Spielende zur 10:7-Führung für die Gastgeber. Auch wenn sich alle Dresdner nochmals kräftig für eine Wendung des Spiels ins Zeug legten, konnten sie den Döbelner Heimsieg nicht verhindern. Daran änderten auch der Anschlusstreffer von Kaden und das Herausnehmen von Jahn aus dem Dresdner Tor in der letzten Minute nichts.
Insgesamt waren das keine guten Vorzeichen für das folgende Spiel am Sonntag in der Margon Arena. Das spiegelte sich auch im ersten Drittel wieder. Dresden wirkte müde und verschlafen. Der UHC machte mit dem Sieg im Rücken das Spiel und konnte folglich auch die Führung für sich beanspruchen. Nach sieben Minuten stand es schon 0:2. Auch der zwischenzeitliche Anschlusstreffer von Top-Scorer Gruhne stoppte den UHC nicht. Kurz vor Ende des Drittels hatte Döbeln schon auf 1:4 erhöht und die Dresdner Fans befürchteten schon eine herbe Niederlage für ihre Igels. Sieben Sekunden vor dem Schlusspfiff lies Matouš mit seinem sehenswerten Treffer wieder Hoffnung aufkeimen.
In der ersten Pause suchte Igels-Coach Syryčanský schlagfertige Worte, um sein Team in die richtige Richtung zu weisen - Und sie kamen an. Gruhne und Schuschwary sorgten für den Ausgleich. Die erneute Führung für Döbeln machte abermals Schuschwary zunichte und Stein sorgte in der 29. Spielminute mit seinem Traumtor für ungehemmte Jubelausbrüche bei den Dresdner Fans, die ihre Igels nun erstmals in Führung sahen. Spätestens jetzt waren die Gastgeber nicht mehr zu halten. Angepeitscht von den nimmermüden Zuschauern, entfalteten sie ihre gefürchtete Heimstärke in vollem Maße. Koník und Schuschwary trafen noch im zweiten Spielabschnitt, bevor im letzten Drittel die Tormaschine der Igels richtig anlief. Matouš, Horák, Gruhne, Schuschwary und abermals Matouš trugen sich in die Liste der Dresdner Torschützen ein. Döbeln gelang in der zweiten Spielhälfte lediglich zwei Treffer, so dass sich der UHC am Ende mit 14:7 geschlagen geben musste. Damit kommt es am 10.04. zum Entscheidungsspiel um die Meisterschaft der 2. Floorball-Bundesliga in der Döbelner Stadtsporthalle. Anpfiff ist 16:00 Uhr.
Die Herren der Igels Dresden widmen ihren Sieg dem Verletzten Sven Wendorff, der nach einem diagnostizierten Schädel-Hirn-Trauma bereits heute das Krankenhaus in Döbeln wieder verlassen konnte und sich auf dem Wege der Besserung befindet.
1. Spiel im Play-Off-Finale (02.04. 16:30 Uhr Stadtsporthalle Döbeln)
UHC Döbeln 06 – Unihockey Igels Dresden 10:8 (2:2, 3:4, 5:2)
Spielstand (Spielzeit) Tor (Vorlage)
0:1 (00:25) Jakub Koník
0:2 (08:23) Markus Kaden (Jakub Koník)
1:2 (14:45) Rico Haase (Martin Sauermann)
2:2 (19:27) Phillip Hamann
2:3 (20:19) Christopher Gruhne (Michal Matouš)
2:4 (26:26) Christopher Gruhne (Erik Schuschwary)
3:4 (26:55) Rico Haase (Martin Sauermann)
4:4 (29:23) Rico Haase
4:5 (36:04) Michal Matouš (Sven Wendorff)
4:6 (38:21) Markus Kaden (Jakub Koník)
5:6 (38:44) Rico Haase
5:7 (40:16) Erik Schuschwary (Christopher Gruhne)
6:7 (48:09) Martin Sauermann (Oliver Hofmann)
7:7 (49:45) Enrico Franze (Michael Schulz)
8:7 (50:25) Martin Sauermann (Michael Schulz)
9:7 (52:06) Lauri Sääksvuori
10:7 (55:17) Martin Sauermann (Lauri Sääksvuori)
10:8 (56:19) Markus Kaden (Jakub Koník)
Spielzeit Spieler (Mannschaft) Strafe (Vergehen)
(09:07) Rico Haase (UHC Döbeln 06) 2min (Wiederholte Vergehen)
(22:37) Ricardo Franze (UHC Döbeln 06) 2min (Spielverzögerung)
(24:07) Michal Matouš (Unihockey Igels Dresden) 2min (Wiederholte Vergehen)
(27:45) Stefan Barthel (UHC Döbeln 06) 2min (Überharter Körpereinsatz)
(36:20) Michael Schulz (UHC Döbeln 06) 10+2min
(42:27) Leoš Tuček (Unihockey Igels Dresden) 2min (Überharter Körpereinsatz)
(47:45) Leoš Tuček (Unihockey Igels Dresden) Matchstrafe 3 (Tätlichkeit)
Das 1. Play-Off-Finale gegen Döbeln in der Fotogalerie
2. Spiel im Play-Off-Finale (03.04. 11:00 Uhr Margon Arena Dresden)
Unihockey Igels Dresden – UHC Döbeln 06 14:7 (2:4, 6:2, 6:1)
Spielstand (Spielzeit) Tor (Vorlage)
0:1 (06:11) Martin Sauermann (Michael Schulz)
0:2 (06:16) Phillip Hamann
1:2 (11:06) Christopher Gruhne
1:3 (19:09) Enrico Franze (Stefan Liers)
1:4 (19:20) Oliver Hofmann [Penalty]
2:4 (19:53) Michal Matouš (Jiři Horák)
3:4 (22:34) Christopher Gruhne (Erik Schuschwary)
4:4 (23:49) Erik Schuschwary (Jens Schütze)
4:5 (25:14) Phillip Hamann (Stefan Liers)
5:5 (26:37) Erik Schuschwary (Christopher Gruhne)
6:5 (28:52) Eric Stein
7:5 (30:07) Jakub Koník (Markus Kaden)
8:5 (31:28) Erik Schuschwary (Jens Schütze)
8:6 (35:47) Oliver Hofmann (Phillip Hamann)
9:6 (42:24) Michal Matouš (Jakub Koník)
10:6 (46:10) Jiři Horák (Jakub Koník)
11:6 (46:25) Christopher Gruhne
12:6 (47:35) Erik Schuschwary
13:6 (53:27) Eigentor
14:6 (53:51) Michal Matouš (Erik Schuschwary)
14:7 (57:50) David Rudolph (Enrico Franze)
Spielzeit Spieler (Mannschaft) Strafe (Vergehen)
(13:00) Jakub Koník (Unihockey Igels Dresden) 2min (Wechselfehler)
(48:00) Philipp Deck (Unihockey Igels Dresden) 2min (Stoßen)


