Zu hohe Niederlage der Dresdner Damen in einem Wahnsinnsspiel
Am Samstag stand das erste Halbfinalspiel der Playoffs für die Igels-Damen an. Alle waren motiviert bis in die Haarspitzen, Meisterschaft hieß das anvisierte Ziel. Dass man dafür ausgerechnet den Erzfeind Halle besiegen musste, steigerte die Motivation noch einmal.
Das war den Igels im kompletten Spiel anzumerken. Mit viel Energie und Leidenschaft rannte man gegen die mitteldeutsche SG an. Problem blieb wieder einmal die Chancenverwertung. Doch auch die Defense stand, erst in der 14. Minute schoss Halle das erste Tor. 3 Minuten Später rutschte ein verdeckter Schuss zum 2:0 ins Dresdner Gehäuse. Auf der anderen Seite verhinderten nur Pfosten und Latte die verdienten Anschlusstreffer der Igels.
Nach der Pause klappte es besser: Nur 24 Sekunden nach Wiederanpfiff versenkte Julia Pradel den Ball im Hallenser Tor. Danach spielten die Igels fröhlich auf, drückten die Gegner in die eigene Hälfte und stürmten ein ums andere mal auf das Halle-Tor. Aber erneut wollte der Ball nicht ins Netz. Erst 4 Minuten vor Schluss gab es für die Protokollschreiber wieder etwas zu tun. Halle netzte zum 3:1 ein. Im direkten Gegenangriff stellten die Igels den alten Abstand wieder her und schafften nur eine Minute später sogar den Ausgleich. Halle ließ sich das nicht gefallen und setzte die Dresdner noch einmal gewaltig unter Druck. Mit Erfolg, nur 3 Sekunden vor Abpfiff fiel das 4:3 für Halle.
Im letzten Drittel merkte man den Dresdner Damen an, wie viel Kraft der Sturmlauf der vorhergehenden Drittel gekostet hatte. Oft fehlte die Luft für den entscheidenden letzten Schritt in Richtung Gegner. Nach 5 Minuten hatte Halle den Vorsprung auf 6:3 ausgebaut. Laura Hönicke schaffte zwar noch den Anschlusstreffer in der 9. Minute, doch das war nur ein Strohfeuer. Halle versenkte den Ball noch 3x zum 9:4-Endstand im Dresdner Kasten.
Fazit: Eines der besten Spiele der Saison, das Halle unverdient hoch gewonnen hat. Wenn man die Chancenverwertung noch verbessern kann, ist das „Projekt Gold“ noch nicht verloren.


