Damen - Knappe Niederlage gegen Hamburg
Nach zwei aus Krankheitsgründen ausgefallenen Spielen hatten die Igels am vergangenen Sonntag ihr erstes Spiel der Qualifikationsrunde. Da Dresden aufgrund des Punktevorsprungs bereits für die Playoffs qualifiziert ist, wurde das Spiel zum Testspiel. Ausprobieren war angesagt, auch weil aus verschiedenen Gründen 4 wichtige Spielerinnen fehlten. Jede der 13 anwesenden Spielerinnen bekam ihre Einsatzzeit, auch ein neues System wurde getestet. Leider musste man diese Experimentierfreudigkeit mit einer knappen Niederlage bezahlen.
Dabei sah es am Anfang gar nicht so schlecht aus. Nach 3 Minuten erzielte Franziska Kuhlmann das erste Tor. Danach entwickelte sich das Spiel zu einem ausgeglichenen Schlagabtausch, beide Teams hatten ihre Chancen. Doch Linda Bochmann, die zum ersten mal das Tor von Anfang an hüten durfte, machte ihre Sache sehr gut. So endete das erste Drittel trotz vieler Dresdner Chancen mit 1:0
Das Mitteldrittel verlief ähnlich, schon nach der ersten gespielten Minute erhöhte Franzi Kuhlmann nach Vorlage von Marina Helas auf 2:0. Danach passierte erstmal 10 Minuten nichts besonderes, bevor Hamburg den 2:1 – Anschluss erzielte. Die schlechte Chancenverwertung schien die Igels zu verunsichern. Laura Höhnicke konnte zwar in der 17. Minute den alten Abstand wiederherstellen, aber danach lief gar nichts mehr. Binnen 2 Minuten erzielte Hamburg den Ausgleich, Nur ein bisschen Glück und eine toller Einstand der zweiten Torhüterin verhinderten Schlimmeres.
Trotz neu gewonnener Motivation wurde es im letzten Drittel nicht besser. Die Verteidigung war ein einziges Chaos. Nach 2 Minuten ging Hamburg in Führung, 3 Minuten später konnten sie diese sogar ausbauen – 3:5 aus Dresdner Sicht. Doch die Igels blieben dran, in der 13. Minute schaffte Kristin Chmelik den Anschluss. Aber ein verdeckter Schuss von Hamburg machte 3 Minuten vor Schluss die aufkeimende Hoffnung zunichte – 4:6
Dresden versuchte zwar noch nochmal alles, nahm sogar den Goalie zugunsten eines zusätzlichen Feldspielers raus. Der 15 Sekunden vor Schluss erzielte Anschlusstreffer war allerdings nur noch Kosmetik.
Fazit: Das alte Leid, die Chancenverwertung machte den Damen in diesem Spiel wieder einmal einen Strich durch die Rechnung. Sehr gut hingegen war der Einstand der „Nachwuchs“-Spielerinnen, die teilweise zum ersten Mal mehr als ein Drittel im Einsatz waren. Wenn alle fit sind und die Trefferquote noch verbessert wird, können die Igels zur Überraschung der Playoffs werden


