Herren verspielen 3 sicher geglaubte Punkt in Schlotheim
Am gestrigen Sonntag mussten die Herren nach Schlotheim, um gegen den Tabellenletzten der 2. Bundesliga anzutreten.
Wenn auch mit deutlicher Verspätung der Schiedsrichter, erfolgte der Anpfiff gegen 14:50 in der nur spärlich besetzten Halle der Gastgeber.
Als Favorit angereist, zeigten die Igels in den ersten Minuten deutlich, warum sie in der Tabelle weiter oben stehen. Schnell ging man 2:0 in Führung, musste jedoch Mitte des 1. Drittels 2 Ausgleichstore von Peter Müller hinnehmen. Kurz vor Abpfiff erhöhte Mario Gärtner für die Gäste jedoch noch einmal verdient zur 3:2 Pausenführung, wenn auch der Schussversuch flach durch die Beine des Torhüters rutschte.
Mit der Führung im Rücken zeigten sich die Sachsen auch im 2. Spielabschnitt bestimmend. Eric Stein, kurz zuvor eingewechselt, legte innerhalb weniger Sekunden 2 Tore auf, sodass die Igels auf 5:2 davonziehen konnten.
Die Notterhechte kamen in diesem Zeitraum nur sehr selten gefährlich vors Tor, wenn dann durch Konter oder aus ruhenden Bällen nahe der Torraumgrenze. So schafften es die Hausherren, 6 Minuten vor Schluss den Abstand auf 3:5 zu verkürzen, der aber nur wenige Minuten später durch ein Solo von Christopher Gruhne wieder vergrößert wurde.
Mit einem komfortablen Polster von 3 Toren zogen die Igels in die letzten 20 Minuten und konnten auch hier rasch nachlegen.
Doch anstatt dem Gegner den absoluten Todesstoß zu versetzen, schwächte man sich selbst.
Eine Unbeherrschtheit brachte den Igels eine 5-minütige Unterzahl, in denen den Gastgebern 2 Treffer gelangen. Ihre Chance witternd, pressten die Notterhechte munter weiter und kamen zu zahlreichen Chancen. Die Dresdner waren kaum wiederzuerkennen. Anstatt den Vorsprung souverän zu halten und im Aufbau wie immer zu agieren, unterliefen viele kleine Fehler. So gelang den Müller-Brüdern, die auch an diesem Wochenende an allen Toren beteiligt waren, fast jede Kombination. 6 Minuten vor Ende mussten die Gäste den 7:7 Ausgleichstreffer einstecken.
Als 30 Sekunden später schließlich der Führungstreffer viel, waren es die Igels, die den Todesstoß bekommen hatten.
Ohne wirklichen Glauben an einen möglichen Sieg und mit viel Frust, nahm man 2 weitere Zeitstrafen hin und konnte clever spielenden Schlotheimern nichts mehr entgegensetzen.
So siegte der Außenseiter am Ende glücklich, aber sicher auch verdient mit 8:7.
Die Igels jedoch haben deutlich Nerven gezeigt und ihre blendende Ausgangsposition in der Liga verspielt. Bekommt man den Verlust sicherer Punkte wie diesen Sonntag nicht unter Kontrolle, ist es sehr fraglich, ob man am Ende der Saison wirklich da steht, wo man es möchte. Trotz unterirdischer und demotivierter Schiedsrichterleistung, geht der Punktverlust einzig und allein auf Kappe der Dresdner.
Es wird sich also zeigen, ob man bereits am nächsten Wochenende im erneuten Duell aus den Fehlern gelernt hat.


