Herren: Niederlage im vorletzten Spiel des Jahres
Nach dem zuletzt überzeugenden 13:9 Erfolg über den UHC Elster, mussten die Igels am heutigen Sonntag gegen die TSG Quedlinburg antreten.
Das Hinspiel endete mit einem glücklichen 8:7 Sieg für die Quedlinburger, sodass bereits im Vorfeld der Partie über ein sicher sehr knappes Ergebnis der Partie gemunkelt wurde.
Dresden musste leicht geschwächt und lediglich mit 10 Feldspielern ins Rennen gehen, die Gäste aus Sachsen-Anhalt konnten jedoch auf Stammkraft Johannes Wurlitzer zurückgreifen.
Nach Anpfiff durch die beiden Unparteiischen Tim Hoidis und Jürgen Erfurth aus Grimma, war man bereits voll im Spiel. In den ersten Minuten gab es nur wenig hochkarätige Chancen, da beide Mannschaften mit dem zugegeben sehr ungewohnten Untergrund haderten.
Nach 5 Minuten wirkte Quedlinburg leicht überlegen, die durch schnelle Querpässe immer wieder gefährlich vors Tor der Dresdner kamen.
Nach 7:51 Minuten war es dann soweit: die Gäste gingen durch Robert Schaberich mit 1:0 in Führung, der einen Slotpass von Johannes Wurlitzer nur noch einzuschieben brauchte.
Die Elbestädter nun mit mehr Biss, setzten schon sehr früh nach, und gewannen nach und nach die Oberhand im Spiel. Nach zahlreichen Schüssen aufs und neben das Tor, gelang schließlich Jan Wennrich nach 10 Minuten der Ausgleichstreffer.
Und nur 30 Sekunden später war es Michael Richter, der nach Querpass von Christopher Gruhne sogar auf 2:1 erhöhte.
Nun sichtlich mehr Emotionen im Spiel, erhielten die Dresdner eine 2-Minuten Strafe wegen Zeitspiels. Gerade in der Phase glitt den heute nicht gut aufgelegten Schiedsrichtern das Spiel aus der Hand, was sie auch erst in den letzten 10 Minuten des gesamten Spieles wieder in den Griff bekamen. Gerade Verletzungen wie die des Dresdner Kapitäns oder des Quedlinburger Torhüters wären zu verhindern gewesen.
Die Überzahl sicher überstanden, erkämpften sich die Igels viele Bälle, verwandelten jedoch keine der vielen Großchancen.
Das 2. Drittel startete dann mit einem Paukenschlag durch die Scapegoats: Gerade mal 10 Sekunden nach Anpfiff gelang Kapitän Christoph Wiederhold im Alleingang der Ausgleichstreffer, den er rechts über dem Bein des Torhüters einschoss.
Weiter mit dem deutlich größeren Ballbesitz, gelang es den Igels nicht, die tief stehenden Anhaltiner auszuspielen. Stattdessen fing man sich eine unberechtigte 2-Minuten Strafe, diesmal für spielen des Balles nach dem Abpfiff des Schiedsrichters, so zumindest die Begründung.
Diesmal nutzen die Gäste ihre Überzahl effektiver. So konnte Goalie Robert Eckermann den ersten Freistoß zwar noch parieren, war aber beim Schuss von Tino Pagel (Vorlage erneut von Johannes Wurlitzer) ins kurze Eck machtlos.
Die Dresdner um den Ausgleich bemüht, versäumten erneut beste Chancen, sodass die Harzer einen Konter in der 6. Minute zur 4:2 Führung nutzten.
Wieder folgten 5 Minuten Angriffsspiel der Elbestädter, Quedlinburg nur gelegentlich durch schnelle Konter gefährlich. Nach 12 Minuten fiel schließlich der Anschlusstreffer durch Christopher Gruhne, der nach schnellem Pass von Jens Schütze erfolgreich in die rechte untere Ecke traf.
Doch erneut nur 40 Sekunden später gelang den überaus effektiv spielenden Quedlinburgern der Treffer zur 5:3 Pausenführung, den Johannes Wurlitzer nach Vorlage von Christoph Wiederhold diesmal selbst einschoss.
Einzig die Chancenauswertung stark bemängelnd, gingen die Dresdner ins letzte Drittel.
Nachdem die Kapitänsbinde der Dresdner aufgrund des rüden Fouls der Scapegoats Anfang des letzten Drittels wechseln musste, und die Elbestädter somit nur noch mit 9 Feldspielern weiterspielen konnten, ergab sich ein ähnliches Bild, wie schon zuvor.
Dresden bemüht um den Anschluss, Quedlinburg sehr tief stehend und nach nur 1:48 Minuten erneut erfolgreich. Niels Hauser setzte dabei seinen flachen Schlenzschuss durch die Beine des herumrutschenden Torhüters.
Sichtlich angeschlagen, aufgrund des 3-Tore-Rückstands und der unglücklichen Gegentore, gelang den Igels nur noch ein Tor.
Eric Stein lief dabei im Solo und nutzte die fehlende Absprache zwischen Verteidigung und herausspringendem Torhüter, um den Ball flach unter dem Goalie ins Tor zu stochern.
Dresden immer noch mit mehr Anteil am Ballbesitz, tat sich jedoch nun konditionell sichtlich schwerer. So kam zu allem Pech im Angriff auch noch Pech in der Verteidigung dazu, als Tino Janke einen Schuss von Johannes Wurlitzer unter die Latte des eigenen Gehäuses abfälschte.
10 Minuten vor dem Ende merkte man bereits eine Akzeptanz der Niederlage, sodass die Gäste aus Quedlinburg noch 2 weitere Treffer im Dresdner Kasten unterbringen konnten.
So verloren die Dresdner am Ende mit 9:4, und finden sich damit weiter im Mittelfeld der Tabelle wieder.
Es bleibt zu hoffen, das zum letzten Spiel des Jahres in der Boxberger Straße (EWG) am 9.12. alle Spieler wieder gesunden, damit ein versöhnlicher und hoffentlich siegreicher Jahresabschluss gefeiert werden kann.
Torfolge: Spielstand (Spielzeit) Torschütze (Assist)
1:0 (07:51) Robert Schaberich (Johannes Wurlitzer)
1:1 (10:18) Jan Wennrich
1:2 (10:47) Michael Richter (Christopher Gruhne)
(11:07) Jens Schütze (2’ Strafe Dresden, 912)
2:2 (20:10) Christoph Wiederhold
(24:21) Tino Janke (2’ Strafe Dresden, 918)
3:2 (24:45) Tino Pagel (Johannes Wurlitzer)
4:2 (26:41) Christoph Wiederhold (Knut Woldt)
4:3 (32:37) Christopher Gruhne (Jens Schütze)
5:3 (33:14) Johannes Wurlitzer (Christoph Wiederhold)
(39:08) Christopher Gruhne (2’ Strafe Dresden, 915)
6:3 (41:48) Niels Hauser
6:4 (43:52) Eric Stein
7:4 (45:16) Johannes Wurlitzer
8:4 (51:59) Tim Hahmann (Felix Dippe)
9:4 (54:11) Andreas Ebork (Tim Hahmann)


