Knappes Spiel der Igels Damen gegen Leipzig
Am 16. 3. hatten die Dresdner Igel-Damen ihr letztes Auswärtsspiel der Saison. Leipzig hieß das Ziel und zu ungewohnt später Uhrzeit ging es in die Brüderstraße.
Schon im Kabinengang die erste Hiobsbotschaft: Durch einen Absprachefehler standen plötzlich beide Teams in Blau - Weiß auf dem Gang. Da in so einem Fall die Gäste laut Regelwerk das Trikot wechseln müssen, von uns aber fast niemand das andere Trikot dabei hatte, gingen die Löwinnen zum Umziehen - und wir wegen falscher Spielkleidung in Unterzahl ins Spiel.
Jetzt erst Recht! Die Unterzahl überstand Dresden dank guter Verteidigungs- und Torwartleistung unbeschadet. Danach machten beide Mannschaften kontinuierlich Druck. Doch obwohl Leipzig mehr Chancen hatte, ging Dresden in der 8. Minute in Führung. Geburtstagskind Mandy Weber netzte nach Vorlage von Franziska Baldauf ein. Kaum eine Minute später der Ausgleich durch Jennifer Thomas, die im Slot freistehend traf.
Jetzt hatten sich die Löwen Ladies warmgespielt. Aber die Dresdner Verteidigung stand, lies Leipzig an der Mittellinie kombinieren und lauerte auf Konterchancen. In Minute 16 zappelte nach einer dieser Chancen der Ball im Leipziger Netz: Marina Helas schlug zu. Mit dieser überraschenden Führung ging es zur ersten Pause.
Die Leipzigerinnen hatten wohl eine gepfefferte Kabinenansprache zu hören bekommen, denn sie legten los wie die Feuerwehr. Nach knapp 3 Minuten netzte Leipzig bereits zum Ausgleich ein, 12 (dank guter Verteidigung torlose) Minuten später Tor Nummer 3 & 4 für Leipzig. Doch kaum eine Minute später traf Kristin Chmelik zum 3:4. Leipzig lies das nicht auf sich sitzen und stellte 2 Minuten vor Drittelende den alten Abstand wieder her.
Das letzte Drittel begann wie das zweite aufgehört hatte: In der dritten Minute baute Leipzig die Führung auf 6:3 aus. Aber ein Igel gibt nicht auf und Dresden gab noch mal richtig Gas. In der 4. Minute zauberte Franziska Kuhlmann nach wunderschönem Sololauf den Ball ins lange Eck, 5 Minuten später legte Kapitän Franzi Baldauf zum 5:6 nach. Plötzlich schien die große Überraschung greifbar nah. Die Igels machten jede Menge Druck, Leipzig schien plötzlich mit der Situation überfordert zu sein. Einzig die schlechte Chancenverwertung verhinderte den Triumph. 4 Minuten vor Schluss hatte sich Leipzig wieder gefangen und schoss Tor Nummer 7. Danach nahmen sie aus unerfindlichen Gründen den Goalie vom Feld. Dresden machte dasselbe und im Spiel 6 gegen 6 hatte 30 Sekunden vor Schluss Steffi Mai das Glück auf ihrer Seite. Trotz turbulenter Schlusssekunden war es das letzte Tor des Tages.
Obwohl der Sieg knapp verpasst wurde, waren hinterher alle glücklich und zufrieden, denn es war eines der besten Spiele der Saison.


