Aufholjagd gegen Berlin nicht von Erfolg gekrönt
Am gestrigen Sonntag mussten sich die Igels im letzten Heimspiel der regulären Saison mit dem Team aus Berlin messen. Um die Minimalchance auf den sechsten Platz zu wahren, wäre ein Sieg Pflicht gewesen. Doch die Dresdner verschliefen das erste Drittel fast komplett und konnten den Rückstand trotz großem Kampf nicht mehr aufholen.
Mit lediglich 10 Feldspielern konnten die Elbestädter das wichtige Match vor den Play-downs bestreiten. Neben den Langzeitverletzten Kaden, Vrana und Baldauf fehlten auch weitere Stammkräfte wie Schuschwary, Tuček, Deck, Hensel und Schäfer.
Obwohl die Dresdner sich in der Vorbereitung äußerst engagiert zeigten, war mit Spielbeginn kaum ein durchdachter Spielzug zu sehen. Der gut aufgelegte BAT-Stürmer Kratochvil traf hingegen nach Belieben und schenkte den Igels, nach zum Teil haarsträubenden Fehlern, vier Treffer ein. Den Schlusspunkt im ersten Drittel setzte Inkinen, der im Slot unbedrängt einnetzen durfte.
Die nicht bundesligataugliche Leistung der Igels war dann auch das Thema der Drittelpause, bei den Fans wie beim Team. Und siehe da, die Dresdner kamen deutlich verändert aus der Kabine. Nach einem weiteren Kontertreffer der Berliner traf Gruhne binnen zwei Minuten zweimal ins gegnerische Tor und brachte die Igels auf 2:6 heran. Und auch wenn die Igels nun deutliche Akzente setzten, weitere Treffer wollten nicht mehr fallen. Die Gäste vermochten jedoch nachzulegen und trafen doppelt ins Dresdner Gehäuse.
Mit 6 Toren Rückstand gingen die Gastgeber in den letzten Spielabschnitt. Und dort bot sich allen Fans ein wahrer Krimi.
In den ersten Minuten spielte nur das Dresdner Team. Von der 44. bis zur 46. Minute konnten die Zuschauer insgesamt 5 Treffer bewundern, vier davon auf Seite der Igels. Auch eine Auszeit der Berliner vermochte es nicht, den Angriffsdrang der Igels zu stoppen.
Koník traf zwölf Minuten vor Schluss zum 7-9-Anschlusstreffer; für die Elbestädter war wieder alles möglich.
Doch die Igels nutzten ihre weiterhin guten Chancen nicht. Vielmehr schwächten sie sich in dieser Sturm und Drang Phase wieder einmal selbst und kassierten unnötige Zeitstrafen. Zuerst hütete Stein die Strafbank, kurz vor Ablauf der Strafe holte sich Gärtner eine doppelte 2-Minute-Strafe ab. Das raubte dem Team den Rhythmus, in den es sich bis dahin gespielt hatte. Berlin konnte sich vom Druck der Igels erholen. Trotz großem Kampf trafen die Berliner kurz vor Ablauf der Strafe mit einem Sonntagsschuss zum vorentscheidenden 7:10. Der Schuss von Pauser, aus kurzem Winkel, schlug leicht abgefälscht von Latte und Pfosten ins Tor. Der Anschlusstreffer 100 Sekunden vor Schluss von Schulze ließ nochmals Hoffnung aufkeimen. Trotz der Herausnahme von Torhüter Jahn zugunsten eines weiteren Feldspielers konnte am Ergebnis aber nichts mehr geändert werden.
So verloren die Igels wieder einmal aufgrund einer extrem schwankenden Leistung. Für die Elbestädter folgt noch das Nachholspiel gegen Wernigerode (26.03.), sowie das Pokalviertelfinale in Köln (04.03.), bevor es in den Play-downs gegen Chemnitz um Alles oder Nichts geht. Wenn die Dresdner es bis dahin schaffen, den Fokus ganz auf diese Partien zu legen und über 60 Minuten konzentriert zu agieren, ist der Klassenerhalt in greifbarer Nähe.
Unihockey Igels Dresden – BAT Berlin 8:10 (0:5, 2:3, 6:2)
Spielzeit (Spielstand) Tor (Vorlage)
08:52 (0:1) Jan Kratochvil (Marvin Buß)
10:02 (0:2) Jan Kratochvil
12:16 (0:3) Jan Kratochvil (Johannes Pauser)
15:09 (0:4) Jan Kratochvil (Marco Erfurth)
16:19 (0:5) Kai Inkinen (Jan Kratochvil)
23:50 (0:6) Marvin Buß (Kai Inkinen)
25:21 (1:6) Christopher Gruhne (Georg Jahn)
26:57 (2:6) Christopher Gruhne (Jiří Horák)
33:20 (2:7) Niels Hauser (Marco Erfurth)
34:59 (2:8) Henk Nass (Helge Heitmann)
44:10 (3:8) Mario Gärtner (Eric Stein)
44:42 (4:8) Marcel Schulze (Christopher Gruhne)
44:56 (4:9) Henk Nass
45:08 (5:9) Jakub Koník (Mario Gärtner)
45:26 (6:9) Christopher Gruhne (Jan Wennrich)
47:14 (7:9) Jakub Koník
55:48 (7:10) Johannes Pauser (Niels Hauser)
58:20 (8:10) Marcel Schulze (Jakub Koník)
(Spielzeit) Spieler (Mannschaft) Strafe
(11:51) Marcel Schulze (Unihockey Igels Dresden) 2min (Überharter Körpereinsatz)
(50:24) Eric Stein (Unihockey Igels Dresden) 2min (Stockschlag)
(52:04) Mario Gärtner (Unihockey Igels Dresden) 2min (Überharter Körpereinsatz)
(52:04) Mario Gärtner (Unihockey Igels Dresden) 2min (Stockschlag)
(57:11) Helge Heitmann (BA Tempelhof) 2min (Stoßen)


