Nachholspiel begräbt Playoff-Träumereien
Am ersten Januarwochenende musste die erste Mannschaft den weiten Weg in die Hansestadt Hamburg antreten, um das im Dezember ausgefallene Spiel nachzuholen. Dies war das erste Spiel ohne Topscorer Daniel Hulic, der zum Ende des vergangenen Jahres leider zu seinem Heimatverein zurückwechselte, um diesen beim Kampf gegen den Abstieg zu unterstützen.
Mit einem minimalem Kader von 12 Feldspielern und einem Torhüter wollten die Dresdner diese schwere Aufgabe gegen den ETV meistern. Die Gastgeber begannen das Spiel mit hohem Tempo und setzten die Igels beim Spielaufbau stets unter Druck. Diese Taktik sicherte Hamburg auch eine frühe Führung, welche Horák im Verlauf des ersten Drittels egalisieren konnte. Die Igels konnten ihr Spiel daraufhin stabilisieren, wirkten jedoch im Spiel nach vorn meist ideenlos gegen die gut verteidigenden Hanseaten.
Das zweite Drittel zeigte im Vergleich zum ersten keine großen Veränderungen. Hamburg hielt den Druck mit seinem breiten Kader sehr hoch und die Dresdner waren oftmals in ihrer eigenen Hälfte gefangen. Da Hamburg jedoch seine durch den erzeugten Druck entstandene spielerische Überlegenheit nicht in Tore ummünzen konnte und die Igels ihr Bestes versuchten, um nicht den Anschluss zu verlieren, hatten die Dresdner nach 40 gespielten Minuten nur zwei Tore Rückstand aufzuholen. Dieser Rückstand schmeckt umso herber, da Jiri Horák mit einen Penalty an Nationaltorhüter Dietz scheiterte.
Wenig Veränderungen gab es zu Beginn des 3. Drittels. Die Dresdner mussten nach einem Zusammenprall auf Center Markus Kaden verzichten und wirkten im Angriff weiterhin viel zu harmlos, um die Gastgeber wirklich in Bedrängnis zu bringen. Angestachelt von zahlreichen Fans hielt der ETV den Druck mit drei Reihen hoch und die Igels versuchten dagegenzuhalten. Die letzte Chance auf den Ausgleich nahmen sich die Igels jedoch selbst und kassierten 3 Minuten vor Schluss zwei Zeitstrafen. Schuschwary (5min Stoßen) und Gruhne (2min Reklamieren) mussten von außen eine doppelte Unterzahl beobachten , in der die Dresdner trotz letztem Aufbäumen das sechste und letzte Gegentor des Tages kassierten.
Zusammenfassend muss festgestellt werden, dass die Igels trotz eines wieder stark aufgelegten Georg Jahn nach vorn zu harmlos wirkten und sich in schwierigen Phasen nicht genug auf den Gegner konzentrierten. Die Playoff-Plätze sind somit in weite Ferne gerückt und es wird höchste Zeit, sich eine gute Ausgangslage für die Relegationsspiele zu verschaffen.
Nächste Woche geht es jedoch zuerst im Pokal wieder einmal quer durch Deutschland, ins Ruhrgebiet nach Dümpten. Gegen den Regionalligisten ist ein Sieg absolut Pflicht!
ETV Hamburg – Unihockey Igels Dresden 6:3 (1:1, 3:1, 2:1)
Spielzeit (Spielstand) Tor (Vorlage)
03:22 (1:0) Marco Neumann (Leander Stüble)
16:52 (1:1) Jiří Horák (Leoš Tuček)
24:40 (2:1) Silvan Zeller (Jonas Hoffmann)
29:29 (2:2) Jakub Koník (Jiří Horák)
29:39 (3:2) Fritz Herrmann (Tomas Kasemets)
33:48 (4:2) Marco Neumann (Matthias Radbruch)
48:28 (4:3) Jakub Koník (Jiří Horák)
50:43 (5:3) Silvan Zeller (Simon von Kroge)
58:04 (6:3) Timo-Toumas Koivisto (Björn Kappel)
(Spielzeit) Spieler (Mannschaft) Strafe
(27:21) Marco Neumann (ETV Hamburg) 2min (Stockschlag)
(31:31) Simon von Kroge (ETV Hamburg) 2min (Stoßen)
(46:26) Silvan Zeller (ETV Hamburg) 2min (Überharter Körpereinsatz)
(57:39) Erik Schuschwary (Unihockey Igels Dresden) 5min (Überharter Körpereinsatz)
(57:39) Christopher Gruhne (Unihockey Igels Dresden) 2min (Reklamieren)
(59:42) Philip Schramm (Unihockey Igels Dresden) 2min (Überharter Körpereinsatz)


