Die Sportart Unihockey
Was ist Unihockey bzw. Floorball?
Unihockey ist ein relativ junges Mannschaftsspiel, welches seine Anfänge in den 50er Jahren in den USA als Sommerform des Eishockeys fand und mit normalen Turnschuhen in der Halle praktiziert wird. Als Spielfeldbegrenzung dient dazu eine 50cm hohe Bande. Auch ohne besondere Vorkenntnisse kann diese sehr dynamische und anstrengende Sportart ausgeübt werden. Ziel ist es durch teamorientiertes Zusammenspiel möglichst viele Tore zu schießen. Zudem benötigen die einzelnen Feldspieler auf Grund des fairen Charakters dieser Sportart keinerlei Schutzkleidung, womit sich die finanziellen Aufwendungen in Grenzen halten. Als Ausnahme ist hierbei der Torhüter anzusehen, der durch eine passende Torhüterausrüstung geschützt ist.
Der Name "Unihockey"
Unihockey steht für universelles Hockey und soll verdeutlichen, dass es eine Mischform zwischen Eishockey und Feldhockey darstellt. Auf internationaler Ebene gibt es verschiedene Bezeichnungen für diese Sportart, die keine direkten Abwandlungen des Wortes Unihockey sind. Beispielsweise heißt Unihockey in Schweden "Innebandy" und in Finnland "Sallebandy", während die allgemein gültige internationale Bezeichnung Floorball lautet. Bis Ende 2009 hieß die Sportart in Deutschland offiziell "Unihockey", bis dies durch den Floorball Verband Deutschland (FVD), damals noch Deutscher Unihockey Bund (DUB), an die Internationale Bezeichnung angepasst wurde. Ab da heißt es offiziell nur noch "Floorball" in Deutschland
Die Geschichte
Aus der Not, im Sommer kein Eishockey spielen zu können, entstand in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts in den USA eine neue Sportart, die den Ursprung des Unihockeys darstellt. 20 Jahre später gelang dieses Spiel dann nach Schweden und in die Schweiz, wo es bis zum heutig verbreiteten Unihockey weiterentwickelt wurde. Besonders aus Schweden, wo 1986 die International Floorball Federation (IFF) gegründet wurde, kamen die Impulse, die für die großflächige Ausdehnung des "Innebandy" notwendig waren. Hervorzuheben ist dabei die Firma Unihoc mit ihrem Geschäftsführer Karl Enquist, die die junge Spielform in Schulen und Vereinen als Trendsportart vorstellte und somit die Popularität des Unihockey auch in Deutschalnd enorm förderte.
In Folge dieser Entwicklung wurde am 13.06.1992 in Clausthal-Zellerfeld der Deutsche Unihockey Bund (DUB) gegründet. Anfangs wurde hierzulande nur die Mixed-Variante praktiziert, bei der vier Feldspieler auf 90 x 60 cm große Tore spielen und die Spielfeldgöße dementsprechend kleiner ausfällt. Ab 1995 wurde im Osten Deutschlands der regelmäßige Ligaspielbetrieb aufgenommen, bei dem nun mit fünf Feldspielern und einem Torhüter auf 160 x 115 cm große Tore und dem entsprechend umfangreichere Feldgröße gespielt wurde. Ein Jahr später fanden im Gründerland Schweden die ersten Weltmeisterschaften im Unihockey statt.
Die Ausrüstung
Die Feldspieler benötigen zum Spiel lediglich einen Unihockeyschläger und Hallenschuhe mit abriebfester Sohle. Die Schläger, die auch als Sticks bezeichnet werden gibt es in verschiedensten Ausführungen zu den entsprechenden Preisen. Diese belaufen sich je nach Qualität zwischen 20 und 160 Euro.
Die materielle Vorraussetzung für die Torhüter ist eine Ganzkörperschutzkleidung, die man komplett ab ca. 300 Euro käuflich erwerben kann.
Der zum Spiel benötigte Ball wiegt 23 g, hat 26 Löcher und einen Durchmesser von 7,2 cm. Durch diese Eigenschaften ist es möglich, Schussgeschwindigkeiten bis zu 175 km/h zu erreichen.
Die Bilder stammen von Florian Büchting



