Im ersten Auswärtsspiel des Jahres ging es für die Igels nach Leipzig. In einem teilweise sehr zerfahrenen Spiel konnte kein Team das Feld als Sieger verlassen. Die Punkte wurden nach einem 5:5 (2:4; 0:1; 3:0; 0:0) unentschieden geteilt.

Die Ausgangslage versprach reichlich Spannung. Die Messestädter waren heiß auf eine Revanche für die Hinspielniederlage in Dresden und die Igels wollten sich den zweiten Tabellenplatz zurückholen.

Höchst motiviert mit 12 Feldspielern und einer Torhüterin reiste das Team von Trainer Gärtner an. Ziel war es dem Spiel den eigenen Stempel aufzudrücken und aus einem ruhigen Aufbau das Geschehen zu dominieren.

Zu Beginn ging der Plan auf. Die Igels führten den Ball und unterbanden das Aufbauspiel der Leipziger. Durch einen Doppelschlag in der fünften Minute von Schulze und Schütze ging man in Führung. Beide Tore wurden durch den schwedischen Neuzugang Johannes Harnesk aufgelegt. Jedoch blieben die Gastgeber brandgefährlich und konnten durch zwei Nadelstiche ausgleichen. Die Dresdener ließen sich davon jedoch nur kurzzeitig irritieren und konnten durch Tore von Schulze und Teßmann wieder auf zwei Tore davon ziehen.

Mit diesem kleinen Polster ging es in das zweite Drittel, welches von großer Hektik geprägt war. Die Igels verloren den roten Faden und ließen sich auf die hektische Spielweise der Leipziger ein. Der Ballbesitzt wechselte ständig. Infolge dessen fand kein kontrollierter Spielaufbau statt und Chancen wurden zur Mangelware. Unterstützt wurde die Hektik durch die recht passiven Schiedsrichter, welche einen Großteil der Fouls ungeahndet ließen. Gefährlich wurde es auf beiden Seiten nur durch zufällige Aktionen. Die Dresdener hatten bei einem doppelten Pfostentreffer Glück und konnten durch Schulze in der 35. Spielminute den einzigen Treffer des Drittels erzielen.

Im letzten Drittel galt es den Vorsprung zu verteidigen und wenn möglich auszubauen. Nachdem die Schiedsrichter in der Pause darauf hingewiesen wurden, dass Stockschläge gepfiffen werden sollten, kam es häufiger zu Freischlägen für beide Teams. Die Igels kontrollierten das Spielgeschehen ohne viele Abschlüsse zu generieren. Mitte des letzten Drittels gelangen den Leipzigern innerhalb einer Minute zwei Treffer und das Momentum wechselte. Die Partie war nun komplett offen und es kam vermehrt zu sehr hart geführten Zweikämpfen, welche nur teilweise geahndet wurden. Jedoch konnte kein Team aus den eigenen Überzahlen Profit schlagen. Kurz vor Ende warfen die Gastgeber alle Kräfte nach Vorn, um den Ausgleich zu erzwingen. Es kam zu chaotischen Szenen vor dem Tor von Eckermann und zwei Sekunden vor der Schlusssirene lag der Ball im Dresdner Tor.

Nun galt es nicht die Köpfe hängen zu lassen und das Beste aus der Verlängerung zu holen. Die Partie war komplett offen und beide Teams hatten die Möglichkeit den Extrapunkt zu gewinnen. Aber selbst eine Überzahl der Igels war nicht erfolgsbringend.

Als Fazit lässt sich festhalten, dass zwei Punkte mehr möglich waren. Trotz keiner schlechten Leistung müssen die Igels in den nächsten Wochen hart arbeiten, um im Rennen um den Platz hinter Spitzenreiter Halle zu bleiben. Nächsten Sonntag, den 18.02.2018 um 16:00 Uhr in der Turnhalle der 121. Oberschule, steht bereits das nächste wichtige Spiel an. Dann ist Donau-Floorball Ingolstadt/Nordheim zu Gast in Dresden. Die Igels sind heiß auf eine Revanche für die Niederlage im Hinspiel und freuen sich über jede Unterstützung.

SC DHfK Leipzig – Unihockey Igels Dresden 5:5 n.V. (2:4; 0:1; 3:0; 0:0)

Nachtrag, 16.02.2018: DHfK Leipzig hat ein Video mit den Torszenen des Spieles veröffentlicht.