Infos vor dem Spiel

Vergangenen Sonnabend war wieder Zeit für einen Pokalfight. Per Losverfahren wurden die Pokalrunden zusammengestellt und für die Igels galt es sich bei den Red Hocks Kaufering II zu beweisen. Dies sollte eine vermeintlich machbare Aufgabe darstellen, da die zweite Mannschaft der Red Hocks in der Regionalliga ihre Spiele bestreitet. Doch wie so oft schreibt der Pokal seine eigenen Gesetzte. Die Igels gingen, anders als gegen Leipzig, etwas personalgeschwächt mit zehn Feldspielern in die Partie.

Spielverlauf

Beflügelt von dem Sieg gegen Leipzig am vorherigen Wochenende, sollte der Aufwind genutzt und in einen souveränen Sieg umgemünzt werden. Mit Ruhe und Geduld wurde die Partie begonnen. Das Spielgerät lief gut durch die Dresdener Reihen. Nur an Abschlüssen fehlte es, da die Gastgeber ihr Tor zu verteidigen wussten und keine Chancen zuließen. Schon eine kleine Unachtsamkeit auf Seiten der Igels nutzten die Bayern ganz auf Kauferinger Manier mit einem Konter zur 1:0-Führung. Unbeindruckt von dem Gegentor versuchten die Igels dem Gegner weiter ihr Spiel aufzuzwingen, was über weite Strecken des Spielverlaufs gut geklappt hat. Durch starke individuelle Fehler und einer gewissen Ideenlosigkeit konnten keine verwertbaren Möglichkeiten herausgespielt werden. Die Heimmannschaft aus Kauferring stand gut in der Defensive und setzte durch die schnellen Konter vorn immer wieder Akzente. Nur durch einen schönen Fernschuss von Vincent Bonifacio konnte der Anschlusstreffer erzielt werden. Somit ging das erste Drittel 1:1 aus.

Die zweite Periode sollte genauso weitergehen, wie die erste aufgehört hat. Es spielten nur die Dresdener auf. Die hohe Zahl an Stockschlägen und kleinen Fouls gingen jedoch zulasten des Spielflusses. Es gab wenige Abschlüsse und gefährliche Torszenen auf beiden Seiten. Der Spielverlauf wurde immer hitziger, was auch die überfordert wirkenden Schiedsrichter nicht zu verhindern wussten. Eine Unterzahlsituation für die Igels konnten die Hausherren nicht zu ihrem Vorteil nutzen. Ein schnelles Umschaltspiel ließ die Red Hocks immer wieder zu Chancen kommen. Wovon sie auch eine eiskalt nutzten und mit 2:1 in Führung gingen. Die Antwort unserer Igels ließ aber wieder nicht lange auf sich warten und Bruno Haltenorth konnte zum 2:2 einschieben. Ein weiterer Treffer durch Kay-Erik Kunath ließ das Drittel mit 3:2 zugunsten der Igels zu Ende gehen.

Im letzten Spielabschnitt sollte nun alles klargemacht und mehr Chancen generiert werden. Die Vorgabe des Trainers lautete nun mit Ruhe zu verteidigen und den Lochball laufen zu lassen. Nun schenkten sich beide Mannschaften nichts mehr und die Zweikämpfe wurden immer härter geführt. Das Spiel verlor zunehmend an Attraktivität, doch der ein oder andere Torabschluss für die Dresdner kam trotzdem zustande. Leider konnte keine dieser Möglichkeiten genutzt werden. Kurz vor Ende des Drittels kassierten die Igels durch einen überharten Körpereinsatz eine 2-Minuten-Strafe, was die Kauferinger nochmals beflügelte. Mit klarem Kopf, etwas Glück und Leidenschaft gelang es die Unterzahl zu überstehen. Nun gingen die Gastgeber aufs Ganze und nahmen den Torhüter vom Feld, um mit einem sechsten Feldspieler mehr Druck ausüben zu können. Dank Linda Eckermann konnten die Igels auf eine stark haltende Torfrau setzen, welche bisher durch super Paraden ein vorzeitiges Tor zum 3:3 abwenden konnte. Doch kurz vor Ende des Spiels war auch sie chancenlos, als die Red Hocks durch eine Einzelaktion zum 3:3 ausglichen.

Nun ging es in die Verlängerung. Mit den vorangeschrittenen Dritteln in den Beinen war dies keine leichte Aufgabe. Es konnten viele Schüsse auf das Tor der Hausherren gebracht werden, welche leider nicht zu einem Torerfolg führten. Jetzt ließen die Igels den Kauferingern kaum noch Platz zum Spielen. Es ging nur noch in eine Richtung. Leider hat bis zum Ende der Verlängerung die letzte Konsequenz vor dem Kasten gefehlt. Es blieb auch nach zehn Minuten beim 3:3.

Nun sollte das Penaltyschießen die Entscheidung bringen. Dank Linda Eckermann konnten wir einige Fehlschüsse in den eigenen Reihen kompensieren. Doch am Ende ist auch ein Penaltyschießen Glückssache und Fortuna war diesmal auf Seiten der Red Hocks. Die Igels verloren das Spiel mit 8:7 nach Penaltyschießen.

Fazit

Im Großen und Ganzen haben die Igels ein gutes Spiel gezeigt – mit viel Ballbesitz und einer guten Passqualität. Leider hat vor dem Tor die letzte Konsequenz gefehlt. Die Gastgeber haben es sehr gut angestellt und jede Möglichkeit die sie hatten gefährlich ausgespielt – auch im Penaltyschießen. Für das Dresdener Team sollte es eine gute Erfahrung sein und die Defizite des noch jungen Teams aufzeigen. An diesen gilt es nun zu arbeiten, um am kommenden Wochenende in Donauwörth gegen Donau-Floorbal Ingolstadt/Nordheim im Ligabetrieb wieder zu punkten.

Red Rocks Kaufering II – Unihockey Igels Dresden 4:3 n.V. (1:1; 1:2; 1:0; 1:0)