Ein überaus spannendes Wochenende liegt hinter der Mannschaft um Kapitän Bruno Haltenorth. Vier Spiele, welche spannender nicht sein hätten können und am Ende ein verdienter dritter Platz. Doch am besten fangen wir von vorn an.

Am vergangenen Wochenende trafen sich die sechs besten deutschen U17 Großfeldteams in Freital, um die Stena Line U17 Junioren Deutschen Meisterschaft 2017 unter sich auszuspielen. Darunter das Team der Unihockey Igels Dresden. Auf dem Papier galt man als absoluter Außenseiter, da sich die Dresdener als Veranstalter nicht qualifizieren mussten und die Gruppe mit ETV Piranhhas Hamburg und VfL Red Hocks Kaufering nicht gerade als die Leichteste galt.

Doch schon im Eröffnungsspiel gegen Kaufering zeigten die Dresdner, dass sie sich nicht hinter den anderen Teams verstecken wollten. Nach gerade einmal 35 Sekunden eröffnete der Kapitän der Igels das Turnier mit dem ersten Treffer. Durch schnelle Konter brachte man das Team aus Bayern das ein ums andere Mal schwer in Verlegenheit. Lediglich die Chancen vermochten die Red Hocks besser zu verwerten und so musste man sich im ersten Spiel der Gruppenphase knapp mit 3:4 geschlagen geben.

Nach einer langen Erholungspause, dem zweiten Spiel der Gruppe A, welches die ETV Piranhhas Hamburg mit 4:2 gegen den VfL Red Hocks Kaufering gewann und einem Blick auf die Tabelle, war allen klar, ein Sieg gegen die Hanseaten musste her, um ins Halbfinale einzuziehen. Bis in die Haarspitzen motiviert und taktisch gut eingestellt legten die Dresdner los wie die Feuerwehr. Direkte Kombinationen über mehrere Stationen ließen die Hamburger nur hinterherlaufen. So stand es nach dem ersten Drittel mehr als verdient 4:0 für die Igels, welche selbst etwas überrascht waren. Im zweiten Drittel konnten die Igels den Abstand von vier Toren weiterhin aufrechterhalten (6:2). Wäre dies der Endstand gewesen, wären die Dresdener sogar als Gruppensieger in das Halbfinale eingezogen und Hamburg hätte sich mit dem Spiel um Platz 5 vergnügen müssen.
Das letzte Drittel begann wie die anderen Zwei. Die Igels hatten das Hamburger Spiel um den Einzug ins Halbfinale in der Hand und konnten sogar auf 7:2 erhöhen. Doch die Piranhhas wollten sich am Ende doch nicht so einfach geschlagen geben. Das Blatt wendete sich zu Gunsten der Hanseaten. Begünstigt von Ihrer Überzahlstärke und den schwindenden Kräfte des laufintensiven Spiels, kamen sie bis auf ein 7:6 heran. Mit diesem Ergebnis waren beide Teams am Ende zufrieden und nach dem Abpfiff gab es gefühlt zwei Gewinner auf dem Spielfeld. Das Resultat in der Gruppe hätte somit nicht enger sein können. Schlussendlich zog der ETV Hamburg mit einer Tordifferenz von plus 1  als erster ins Halbfinale ein. Knapp gefolgt vom Gastgeber, welcher auf eine Tordifferenz von 0 kam. Kaufering ordnete sich mit einer Tordifferenz von -1 auf dem dritten Platz ein.

Am Tag darauf standen die Halbfinalspiele an. Die Unihockey Igels Dresden spielten gegen den Erstplatzierten aus der anderen Gruppe, die SSF Dragons Bonn. Das Team vom Rhein machte es den konterstarken Dresdnern von Anfang an schwer und stand tief in Ihrer eigenen Hälfte, um selbst auf Konter zu lauern. Das Spiel verlief bis kurz vor dem Ende knapp und beide Teams hätten am Ende als Sieger vom Platz gehen können. Am Ende setzten sich die Bonner mit 4:1 durch.
Die Köpfe hingen, da ein Finaleinzug doch so greifbar nah war. Doch leer wollte man in keinem Fall ausgehen und das kleine Finale gegen den UHC Sparkasse Weißenfels auf jeden Fall gewinnen. Die Weißenfelser kannte man schon aus der eigenen Regionalliga Staffel recht gut und trennte sich zuletzt im Ligaspielbetrieb gegen den Staffelersten mit einem 7:7.
Im Ersten Drittel verlief das Spiel ausgeglichen, was sich auch im Drittelstand von 1:1 wiederspiegelte. Das zweite Drittel gehörte dann aber voll und ganz den Igels, welche zu Ihrer Form vom Spiel gegen Hamburg zurückfanden und auf 5:1 davon zogen. Im letzten Drittel wollte man nun nicht die gleichen Fehler wie gegen die Hanseaten – einen Tag zuvor – begehen und spielte weiter unbeirrt nach vorn. Somit ließen sich die Igels den dritten Platz bis zum Schlusspfiff nicht mehr streitig machen und siegten verdient mit 6:3 gegen den UHC Weißenfels.
Die Bronze Medaille ist ein krönender Abschluss einer sehr guten Saison der U17, welche neben dem dritten Platz in der Großfeld DM auch den zweiten Platz in der Regionalliga Kleinfeld U17 Ost, die Qualifikation der Stena Line U17 Junioren Kleinfeld Deutschen Meisterschaft 2017 und einen guten 6. Platz bei der Kleinfeld DM 2017 einfahren konnten. Das Trainerteam Eckermann bedankt sich bei dem Verein, für die tolle Unterstützung und die Bereitschaft zur Ausrichtung der Deutschen Meisterschaft und bei allen Helfern und Eltern. Wir bedanken uns außerdem bei unserem U17 Team und verabschieden uns recht herzlich von den Spielern, welche die U17 Mannschaft in der kommenden Saison leider verlassen. Vielen Dank für eine tolle Saison und viel Erfolg weiterhin: Gabriel Bonifacio, Robert Rüdrich, Justin Glänzel, Marko Ebermann und Justin Lindner.